Systemabbild mit Windows 7 aus externer Festplatte wiederherstellen wenn das Systemabbild nicht gefunden wird

Aus der Reihe „BackUp anlegen und wiederherstellen“…

Seit Windows 7 gibt es die Möglichkeit mit Boardmitteln ein BackUp des gesamten Systems mit allen Programmen und persönlichen Daten zu generieren. Damit wird der Ist-Zustand des Computers ohne Zusatzprogramme gesichert. Da ich des Öfteren mein System wiederherstelle (besonders, wenn es langsam wird), ist das eigentlich eine tolle Möglichkeit ein neues System mit allen wichtigen Programmen ohne alle persönlichen Daten zu sichern.

Systemabbild erstellen

Weniger angenehm gestaltet sich jedoch die Wiederherstellung dieses BackUps. Über „Systemeinstellungen auf dem Computer wiederherstellen“ > „Erweiterte Wiederherstellungsmethoden“ kann aus Windows selbst die Wiederherstellung gestartet werden.

Wiederherstellungsmethoden

Daraufhin wird die Wiederherstellungkonsole gestartet, in der das Systemabbild ausgewählt werden kann.

Leider funktioniert diese Methode offensichtlich nicht, wenn das Systemabbild auf einer externen Festplatte steht. Weder auf einem USB-Stick oder einer weiteren Festplatte kann die Sicherung wiederhergestellt werden, da die Sicherung nicht erkannt bzw. gefunden wird.

Bei meiner WD-Elements Festplatte wird die Festplatte gar nicht erst erkannt. Bei einer anderen WD Festplatte wird zwar das Medium erkannt, aber keine Sicherung.

Die Lösung:

Statt der integrierten Wiederherstellungskonsole muss die Windows-Installations-CD verwendet werden. Entweder macht man das entsprechende ISO-Image mit dem Windows USB/DVD Download Tool auf einem USB-Stick bootbar, oder verwendet eine CD.

Statt die Installationsroutine zu starten klickt man dann auf die Wiederherstellungsoptionen. Dann wird das Systemabbild auch gefunden. Die Wiederherstellung des Systemabbilds funktioniert ohne Probleme und einige Minuten später empfängt einen der wiederhergestellte Desktop.

Weiß man das nicht, kann man schon einmal im Ernstfall verzweifeln 😉

 

W-Lan ohne Router | Software: Virtual Router Manager

Was tun, wenn man zwar eine Internetverbindung im Arbeitszimmer hat, diese aber gerne im Wohnzimmer nutzen möchte und  keinen W-Lan Router hat? Kabel verlegen wäre die eine Möglichkeit. Es geht aber noch viel eleganter! Denn hat man eine W-Lan Karte in seinem Rechner verbaut, kann man den PC ganz einfach in einen Hotspot verwandeln.

Möglich ist dies einerseits mit Boardmitteln (unter Windows 7), wird diese Aktion von dem verbauten Chipsatz unterstüzt. Seit Windows 7 hat Microsoft in sein Betriebssystem die Möglichkeit integriert, „Wireless hosted networks“ on board einzurichten. Dazu werden über die Eingabeaufforderung (Windows -> Ausführen -> cmd) einige Kommandos eingegeben. Daniel Melanchthon arbeitet bei Microsoft und erläutert die Fuktionsweise (viel besser als ich das könnte) im Technet Blog.

Es sind noch weitere Programme im Netz erhältlich, mit denen das bequemer funktioniert. Allerdings funktioniert das auch hier nur, wenn der Chipsatz dies unterstützt.
– Meiner hat das leider nicht. (verbaut ist ein Atheros Chipsatz. Versuchen sollte es man auf jeden Fall trotzdem, denn die Funktionalität variiert je nach Chipsatz, auch wenn er vom geichen Hersteller ist.)

Aufgeben wollte ich allerdings noch nicht. Irgendwann stieß ich auf das Programm Virtual Router von Chris Pietschmann, mit dem es letztendlich auch bei meiner Karte funktioniert hat. Das Programm soll jeden Windows 7/8 und 2008 RC2 Computer in einen Hotspot  verwandeln können, indem es die oben erläuterte Wireless Hosted Network Schnittstelle nutzt.

virtual router1

Das Programm ist kostenlos und beinhaltet keine Werbung. Es ist denkbar einfach zu bedienen und weitgehend selbsterklärend:

virtual router2

Network Name (SSID): Gebt eurem Netzwerk einen Namen.

Password: Wählt ein Passwort, möglichst sicher (Zahlen, Buchstabenkombinationen etc.)

Shared Connection: Hier wählt ihr die Verbindung, die ihr durch das W-Lan Netzwerk teilen wollt.

Dannach klickt ihr auf ‚Start Virtual Router‘ und es kann losgehen.

Bei anderen W-Lan Devices wird euer Netzwerk nun ganz normal angezeigt.

Sollte es die Verbindung nicht teilen wollen, kann das daran liegen, dass die bestehende Verbindung nur für euch und nicht für andere freigegeben ist.

Ich verwende das Programm, um unterwegs die Internetverbindung meines Surfsticks zu teilen und um mit meinem Smartphone ins Internet zu kommen, ohne die Datenverbindung nutzen zu müssen.

Titelfoto: Joerg Trampert  / pixelio.de